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Beispiele wirtschaftlicher Entwicklung
Wildreisland und Leute: Zu Besuch beim White Earth Land Recovery Project der Anishinabe Von Dionys Zink  (Wiederabdruck aus Coyote, Nr. 68, 4-2005, S. 19-22, mit freundlicher Genehmigung der Redaktion [http://www.coyote-online.de/] Die Organisation White Earth Land Recovery Project (WELRP) gehört mit ihren zahlreichen Aktivitäten und Unternehmen, welche die Reservatsgrenzen von White Earth weit überschreiten, zu den erfolgreichsten Selbsthilfestrukturen auf traditioneller Grundlage in den USA. Ihre Gründerin, Winona LaDuke ist spätestens seit ihrer Vizepräsidentschafts-Kandidatur für die amerikanischen Grünen die wohl bekannteste (lebende) Indianerin der USA. Jeder, der Indianerreservate abseits der großen Ballungsräume und den unvermeidlichen Kasinos besucht, kommt bei genauer Beobachtung zu dem Schluss, dass Indianer in den USA häufig unter Bedingungen leben, die denen der sogenannten Dritten Welt entsprechen. White Earth, die Heimat der Anishinabe (Chippewa oder Ojibway, in anderer Schreibung auch Anishinaabeg) ist anders und bestätigt diese Feststellungen dennoch. Die Reservation liegt im Norden des US-Bundesstaates Minnesota und ist von Osten her nur über eine langwierige Autofahrt von Minneapolis her zu erreichen. Eine erste Orientierung scheint das Klischee der Fremdenverkehrsprospekte zu bestätigen: Minnesota ist das Land der 10 000 Seen, einige gehören auch zur White Earth Indian Reservation. Die Ufer der etwas größeren Seen sind mit Wochenendhäser besetzt, die fast sämtlich Weißen gehören. Damit erklärt sich schon, einer der Gründe, warum das WELRP vor sechzehn Jahren entstanden ist: Der überwiegende Teil der „Reservation“ wird weder von den Indianern genutzt, noch von ihnen kontrolliert. Über Jahrzehnte schloss das Bureau of Indian Affairs auch für dieses Reservat Verträge mit Weißen ab, einmal um „Überschussland“ an weiße Siedler zu verteilen, dann um die Flächen irgendwie gewinnbringend nutzen zu lassen. Die langjährigen Pachtverträge werfen nur minimale finanzielle Erträge ab und verhindern eine eigenständige landwirtschaftliche Entwicklung in vielen Reservationen der USA. Eine Fahrt über Reservatsstraßen verrät, wo die Anishinabe wohnen, zurückgesetzt und häufig von Bäumen verdeckt, stehen Wohntrailer in der Waldlandschaft, die typische Behausung der Armen in Amerika. Autowracks und anderer Schrott machen unmissverständlich klar: die Anishinabe von White Earth leben in den Zwischenräumen einer von Weißen adrett aufgeputzten Freizeitlandschaft. Ein freundlicheres Bild gibt der Hauptort White Earth ab, – dies aber nur auf den ersten Blick. Beim genauen Hinschauen zeigt sich, dass die Siedlung an der Kreuzung der beiden wichtigsten Straßen wenig mehr als ein paar offizielle Gebäude wir Schulen und Verwaltungseinrichtungen, ein Altersheim und einige Wohnhäuser umfasst. Außer ein paar Kindern, die um die Häuser spielen, ist niemand zu sehen. Zum Einkaufen muss man nach Ponsford oder Mahnomeen fahren, Kleinstädte, die zwischen  und  Kilometern entfernt liegen. Selbstversorgung durch „Native Harvest“ In dicht bewaldeten Gebieten ist man auch mit dem Auto schnell verloren, weil die Highways durch den Wald für uns Ortsfremde alle wie ein Ei dem anderen gleichen. Eine genaue Anschrift unseres Reiseziels haben wir nicht und so bin ich nicht wenig stolz noch im Rückspiegel ein schon leicht angewittertes Schild mit der Aufschrift „Native Harvest“ zu entdecken, das uns den Weg zu dem wohl erfolgreichsten Unternehmen des WELRP weist. Mehr... Indianische Waldwirtschaft in Kanada Aboriginal forestry ist ein von den Indianern in Kanada entwickeltes Waldnutzungsmodell. Es könnte wegweisend sein für den Wechsel von einer profitmaximierten Waldwirtschaft zu einer nachhaltigen Waldwirtschaft, welche die Nutzung optimiert. Was ist Aboriginal forestry und gibt es Parallelen zur Schweizer Waldwirtschaft? Mehr...
Das Whitefeather Waldprojekt in Ontario/Kanada Ausführliche Berichte auf Englisch
among the Aboriginal Peoples in Canada. Anderson, Robert B.: Economic Development  The Hope for the Future.     Mehr Infos zu diesem Buch (Englisch) ENGLISH ENGLISH EDAI Economic Development for Amerindians