Made with Xara
Jahresberichte
Sämtliche EDAI-Jahresberichte können sie unten herunterladen.
 Edai All Rights Reserved
Jahresbericht 2015 1.1. – 31.12.2015 Wieder das bloss Administrative zu Beginn: Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 traf sich der Vorstand zu 3 Sitzungen (25.2./108, 31.3./109, 10.11./110). Sehr dringlich war die Stellungnahme zu und die Ausarbeitung von Aktivitäten allerdings nicht.. Nach der Genehmigung der überarbeiteten Statuten durch die Jahresversammlung 2015 wurde das Leitbild auf den entsprechenden Stand gebracht, damit es der Jahresversammlung 2016 zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Das Hauptanliegen von EDAI, nämlich die Zusammenarbeit mit indianischen Gruppierungen zwecks Produktion und Vermarktung von absatzfähigen Nahrungsmitteln und Gebrauchsartikeln, beschäftigt den Vorstand nach wie vor sehr. Die schon im Jahresbericht 2014 festgestellte konnte aber weiterhin nicht überwunden werden, weil die im Folgenden aufgelisteten Projekte die Realisierungsphase noch immer nicht erreicht haben oder von ihren Betreiber/innen und Planer/innen ganz aufgegeben wurden. Abgeschrieben werden muss das Wildreis-Projekt der Wabigoon Lake First Nation, Ontario. Der vorstand konnte einzig in Erfahrung bringen, dass Wildreis nach wie vor in grösseren Mengen geerntet wird, die Weiterverarbeitung jedoch an eine nicht-indianische Firma ausgelagert wurde und diese ihr Produkt ohne Bio-Zertifizierung mehrheitlich regional in Ontario und Manitoba vermarktet. Zum Trost für die hiesigen Wildreis-Liebhaber: Im Raum Zürich verkaufen diverse Lebensmittelverteiler (Alnatura, Coop Annahof, Globus delicatessa, Jelmoli) den Wildreis, aber es ist nirgends sichergestellt, dass er von nachhaltig arbeitenden indianischen Produzent/innen geliefert wird. Die Whitefeather Forest Initiative (WFI) der Pikangikum First Nation, Ontario, mit der sich EDAI seit Jahren befasst, ohne dass die Zusammenarbeit über den gegenseitigen Informationsaustausch und die Hinweise des Vorstands zu Möglichkeiten einer Auslotung zusätzlicher Holznutzung hinausgehen würde, entwickelt sich langsam, aber anscheinend stetig. Die Umstände sind noch immer schwierig, weil vor allem von Seiten der Provinz- und Bundesbehörden immer wieder neue Auflagen und Erschwernisse ins Spiel gebracht werden. Über Details sind via die Website von EDAI zu erfahren: edai-ch.org. Hier aber so viel an grundsätzlichen Informationen: Während der vergangenen 10–20 Jahren fand in der Holz-Industrie in Kanada ein Schrumpfungsprozess statt, sodass in Nordwest-Ontario nur noch 3 Holz-Multis übrigblieben, die vor allem für die USA liefern: 1einer produziert grob verarbeitetes Holz, 1einer produziert Zellstoff für Pampers und der dritte produziert Spanplatten. Da wäre für die WFI mit ihren wertvollen Holzvorkommen eine Nische offen, sofern die von ihr entwickelten ökologischen Vorgaben der Nutzung zur Anwendung kämen. Die FSC- Kriterien sind allerdings für die WFI nicht anwendbar, da sie zwar international akzeptiert sind, aber die spezifischen Bedürfnisse und Nutzungsvorstellungen von Ureinwohner-Gemeinschaften zu wenig in Richtung Nachhaltigkeit berücksichtigen. Mit andern Worten: Die Pläne zur Waldnutzung greifen in den von der WFI ausgefertigten Dokumenten betreffend Ökologie wesentlich weiter aus, weil sie nicht nur Bäume, sondern den gesamten Wald als Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen sowie Waldboden, Wasser und Luft einbeziehen. Intensiv hat sich der Vorstand auf die Initiative seines Mitglieds Bernard Müller hin mit einer speziellen Nutzung der Ressource Wald befasst: Es geht um ein Projekt Holzkohle bzw. Biochar, kombiniert mit dem Projekt Terra Preta, welche in den grösseren Rahmen für die Eigenproduktion von Nahrungsmitteln aus Gartenanlagen hineinzustellen sind. In Europa und in Teilen Nordamerikas werden diese Projekte, die ursprünglich aus dem indianischen Amazonien stammen, bereits auf breiter Basis erforscht und entwickelt, so dass sich da bereits ein gewaltiges Marktvolumen ankündigt. Der Vorstand ist der Meinung, dass gerade First Nations in Kanada, aber auch in den USA, mit ihrem Zugang zu grossen Waldflächen hier einsteigen sollten. Kontakte in diese Richtung wurden bereits hergestellt und stiessen zum Teil auf reges Interesse (siehe dazu die Informationen, die der Vorstand für die Jahresversammlung 2016 traktandiert hat). Neben diesem zukünftigen Projektbereich unterhält der Vorstand nach wie vor die Website/Homepage. Zudem nutzt er die Sozialplattformen Tumblr undFacebook zur Vermittlung von Informationen zu verschiedensten Themen, welche die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten in den Drittweltregionen von Nordamerika, d.h. in den indianischen Wohngebieten, betreffen. Der Vorstand möchte die Vereinsmitglieder zum Anklicken bzw. zum Gebrauch der heute verfügbaren Informationsinstrumente animieren. Bei Facebook allerdings ist er nicht der Ansicht, dass sich diese Plattform in befriedigender Weise nutzen lässt, weil zu viele banale Informationen und eine nicht sehr benutzerfreundliche Bedienung die rasche Verbreitung von wichtigen Informationen eher erschwert oder zumindest nicht fördert. Am einfachsten gelangt man zu Tumblr und Facebook via die Website/Homepage und dort mit  und  in der linken Spalte der Eingangsseite. Bei Facebook sind betr. Unterhalt noch ein paar Administrationsprobleme nicht befriedigend gelöst, so dass da mit Benutzerschwierigkeiten zu rechnen ist. Vereinsintern ist der Mitgliederbestand von Interesse: Er bewegte sich 2015 auf dem langjährigen Niveau von etwas mehr als 30 Mitgliedern. Der Vorstand wäre an einer Erhöhung sehr interessiert und sieht die Einzelwerbung durch die Mitglieder in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis als effizienteste Methode. Er propagiert sie auch für das Jahr 2016 gemäss dem Motto: Jedes Mitglied wirbt ein Mitglied. In etwa halbwegs befriedigend ist der Stand der Finanzen, auch wenn momentan keine grösseren Ausgaben anstehen. Der Vorstand wünscht sich hier Anregungen oder gar die tätige Mithilfe betreffend Fundraising von den Mitgliedern. Dem Präsidenten bleibt der Dank an die kompetent und verlässlich mitarbeitenden Vorstandsmitglieder, an die Revisorinnen Jolanda Schärer und Susanne Wegmann und an all jene Mitglieder, die mit Anregungen, Arbeitsvorschlägen sowie konstruktiver Kritik die Tätigkeit des Vorstands unterstützten. Grüt, 29.3.2016 der Präsident Heinz Lippuner Economic Development for Amerindians (EDAI) • c/o Dr. Peter R. Gerber, Höhenweg 16 • CH-8032 Zürich Tel. 044 381 51 47 • e-mail: prgerber@hispeed.ch - PC 25-9583-2
ENGLISH ENGLISH EDAI Economic Development for Amerindians