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VON EDAI, DES VEREINS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG VON UREINWOHNERVÖLKERN IN NORD-, MITTEL- UND SÜDAMERIKA Ziel Unterstützung der Ureinwohner und Ureinwohnerinnen in Nord-, Mittel- und Südamerika beim Aufbau von Wirtschaftsprojekten für eine bessere materielle und kulturelle Zukunft. Zu diesem Zweck soll ein Fonds geäufnet werden, damit finanzielle Mittel als Starthilfe eingesetzt werden können für Eigeninitiativen zur Produktion absatzfähiger Nahrungsmittel und Gebrauchsartikel. Ein Schwerpunkt der Unterstützung ist die EDAI-Informationsdrehscheibe im Internet. Sie soll nützliche Kenntnisse und Beispiele für den wirtschaftlichen Aufbau vermitteln und über Bedingungen informieren, welche die wirtschaftliche Eigenständigkeit fördern oder verhindern. Grundsätze Der Fonds soll insbesondere jene wirtschaftlichen Projekte unterstützen, die mit den traditionellen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Gebräuchen und Traditionen der Ureinwohnervölker im Einklang stehen. Der Fonds unterstützt Projekte nur dann, wenn sie die Selbstversorgung der lokalen Bevölkerung nicht gefährden. Der Fonds, der den Ureinwohnervölkern ein Startkapital zur Verfügung stellen kann, unterstützt nur Projekte, die wirtschaftlich selbsttragend werden können. In Anbetracht der weltweiten Umweltkrise und der Tatsache, dass Land und Natur in der Kultur der Ureinwohnervölker nach wie vor einen lebens- wichtigen Platz einnehmen, soll der Fonds insbesondere solche Projekte unterstützen, die dem Land und den natürlichen Ressourcen Rechnung tragen. Bei allen Aktivitäten des Fonds muss den geistigen Werten der indianischen Völker ein besonderer Stellenwert zukommen. Wenn wir uns ihrer traditionellen Lebensmuster gewahr werden, gelangen wir zu einem tieferen Verständnis für die Vernetzung von Partizipation, Kooperation, Gleichheit, Ökologie und Spiritualität. Die Unterstützerinnen und Unterstützer des Fonds müssen sich bewusst sein, dass der Umgang mit Ureinwohnervölkern eine einfühlsame Annäherung voraussetzt. Diese Menschen versuchen weiterhin, an traditionellen Aspekten ihrer angestammten Wirtschaftssysteme festzuhalten, wie z. B. dem gemeinsamen Besitz der natürlichen Ressourcen sowie deren Nutzniessung und Pflege. Organisation und Verwaltung Der Vorstand ist verantwortlich für die Auswahl der Projekte, die Äufnung des Fonds und die Kontrolle über die Verwendung der Gelder. Unabhängige Revisoren gewährleisten in Übereinstimmung mit den gültigen Gesetzen die finanzielle Kontrolle. Mitglieder Der Fonds steht der Beteiligung folgender Gruppen offen: Verschiedene alternative Handelsorganisationen Solidaritätsgruppen für Ureinwohnervölker (Incomindios Schweiz, Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz und andere). Massgebend bei der Auswahl der Vorstandsmitglieder sind deren Kompetenz in Bezug auf die Ziele des Fonds. Äufnung des Fonds Durch Verteiler- und Verkaufsorganisationen sowie Konsumentinnen und Konsumenten, die sich für den gerechten Handel einsetzen. Ausserdem können Firmen aus Handelssektoren, die nicht zum engeren Tätigkeitsbereich der alternativen Handelsorganisationen gehören und / oder nicht im Nahrungsmittelbereich arbeiten, für die Äufnung des Fonds gewonnen werden. Auswahlverfahren Die Auswahlkriterien zur Entscheidung, ob ein Projekt unterstützt oder abgelehnt wird, sollen zumindest Kriterien betreffend Arbeit, Gerechtigkeit, Umwelt und Entwicklung berücksichtigen. Olten, den 9. Mai 1992 Geändert: Zürich, den 16. Mai 2000 Geändert: Zürich, den 30. März 2016
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