Made with Xara © Edai All Rights Reserved (und zum herunterladen "Eine Welt" Nr. 1 mit Beispielen dieser 3 Prinzipien)  Ursprung der Nachhaltigkeit Die Grundidee der Nachhaltigkeit stammt aus dem 16. Jahrhundert: Angesichts des hohen Holzbedarfs für den aufstrebenden Bergbau wurde in der kursächsischen Forstordnung erstmals festgelegt, dass nur soviel Holz geschlagen werden dürfe, wie auch nachwachsen könne. Der eigentliche Begriff stammt vom kursächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz, der 1713 in seiner forstwirtschaftlichen Anleitung schrieb, der Anbau des Holzes sei so anzustellen, «dass es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe». Dieses Prinzip fand unter dem Begriff «sustained yield» Eingang in die internationale Forstwirtschaft und wurde 1972 vom Club of Rome im Bericht «Die Grenzen des Wachstums» auf den Zustand des globalen Gleichgewichts übertragen. Dieser neuen Lesart folgte bald auch eine Rückübersetzung ins Deutsche. Quelle: Eine Welt Nr.1 / März 2012, Seite 7   Ökologie und Wirtschaft verknüpfen In Anlehnung an die Erfolgsgeschichte des New Deal der 1930er- Jahre entstand unter dem Eindruck der Finanzkrise von 2008 das Konzept des Green New Deal: Die Idee dahinter war, den dringend notwendigen Umbau hin zu einer ökologischen Wirtschaft mit Konjunkturprogrammen zu verknüpfen, die Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig die serbelnde Wirtschaft wieder ankurbeln und grünes Wachstum begünstigen würden. Massnahmen wie Subventionen von Gebäudesanierungen oder Unterstützung für Forschung und Entwicklung im Bereich alternativer Energien gehen in diese Richtung. Solche Projekte sind attraktiv für reichere Länder, den Entwicklungsländern fehlen dafür die Ressourcen.  Quelle: Eine Welt Nr.1 / März 2012, Seite 8  Kostenwahrheit Das A und O wirtschaftlicher Tätigkeit, wie sie heute weltweit propagiert wird, ist die Konkurrenzfähigkeit auf dem Markt. Diese wird dadurch verzerrt, dass der Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung nicht alle Kosten enthält, die es verursacht. So werden etwa Umwelt- und Gesundheitskosten, die durch die Nutzung fossiler Energien entstehen, nicht in die Kosten eines Produkts eingerechnet, sondern der Allgemeinheit überwälzt. Dies führt dazu, dass Atomstrom heute billiger ist als Solar- oder Windenergie und sich der Transport von billigen Steinen aus China nach Europa lohnt. Ein wichtiges Instrument für die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft ist deshalb die Einberechnung der externalisierten Kosten. In den meisten Ländern, auch in solchen, die die freie Marktwirtschaft propagieren, werden Subventionen entrichtet oder Zollabgaben verlangt, die ebenfalls dem Grundsatz der Kostenwahrheit zuwiderlaufen. Quelle: Eine Welt Nr.1 / März 2012, Seite 10   Entwicklung dank Spargeln Peru ist weltweit der grösste Exporteur von frischen Spargeln. Allein in der Region um die nordperuanische Küstenstadt Trujillo im Departement La Libertad ziehen sich die Felder auf einer Länge von 140 Kilometern dahin. Die Spargelproduktion beschäftigt hier über 100 000 Personen und bildet die Lebensgrundlage von über einer halben Million Menschen. Die Spargeln haben damit viel dazu beigetragen, der grossen Zahl von Zuwanderern aus dem Hochland neue Verdienstmöglichkeiten zu bieten und sie aus der Armut zu befreien. Einer der grössten Produzenten ist das je zur Hälfte aus peruanischem und dänischem Kapital bestehende Unternehmen Danper. Es gilt als Vorzeigeunternehmen auch was soziale Verantwortung und Umweltschutz anbelangt und hat als Anerkennung eine Reihe nationaler und internationaler Preise gewonnen. Neben natürlicher Schädlingsbekämpfung und umweltschonender Bewässerung führt Danper in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung in den Dörfern auch eigene Entwicklungsprogramme durch, mit deren Unterstützung unter anderem Schulen und Gesundheitsstationen nicht nur gebaut, sondern auch betrieben werden.  Quelle: Eine Welt Nr.1 / März 2012, Seite 5

Nachhaltigkeit,

ökologische Grundlagen, Kostenwahrheit

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Die Wissenschaft trifft die indigenen Völker

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